Bücher und Wohnung im Zeitalter ihrer digitalen Verfügbarkeit

Auch dieser Artikel soll das smarte Bücherregal zum Thema haben. Als Vorarbeit möchte ich den Weg von Büchern durch meine Wohnung studieren.

Wie kommen Bücher in die Wohnung?

Entweder hole ich Bücher aus der Zentralbibliothek oder sie als Paket von A***. Selten leihe ich Sie mir von Freunden, finde Sie auf der Straße oder bekomme Sie geschenkt. Meine digitalen Bücher lade ich auf kobobooks.de direkt auf meinen Laptop. Die Bücher aus der Bibliothek landen auf einem Tisch an meinem Fenster, die Pakete von Amazon über einen Umweg in der Wohnung meiner Nachbarin meistens direkt im Regal oder bei den anderen Büchern auf dem Lesetisch.

Wo bewahre ich Bücher auf?

Alles was gerade gelesen wird: Auf dem Lesetisch. Zwei Stapel. Zu Lesen. Schon gelesen, zurückgeben.

Bücher, die ich im Moment wirklich aktiv lese, liegen in der Wohnung verstreut, meistens auf dem Bett oder auf der Couch. Bücher, die mir gehören, auf die ich gerade aber keine Leselust habe, liegen im Regal. Direkt neben meinem e-Reader.

Meine digitalen Bücher liegen ja alle in meinem Kobo-Account. Heruntergeladen hab ich einige davon, auf meinem Laptop (der immer durch die Wohnung wandert, oft auf meinem Bauch liegt), meinem Tablet (das liegt in der Nähe meiner Couch am Ladegerät), oder auf dem Reader (der liegt im Bücherregal).

Wo sehen andere Leute meine Bücher?

Wenn Sie in meine Wohnung kommen, dann überall. Allerdings sind einige Regale entweder so chaotisch oder nicht frei zugänglich, das sie nicht wirklich repräsentativ sind.

Ich hatte mal überlegt, lovelybooks-Account anzulegen, wo man alle meine Bücher sehen  kann.. bin ehrlich gesagt, dazu zu faul. Momentan überlege ich einen goodreads-Account anzulegen. Geht aber auch wieder nicht. Datenschutz-Bedenken.
Bedenken die ich verrückterweise bei meinem A***-Wunschzettel mit dem ich regelmäßig meiner Familie meine Buch-Weihnachtswünsche aufs Auge drücke vollkommen über Bord werfe.
Die Bücher, die ich besitze, sind mir so heilig, dass ich Sie verstecke, die Bücher die ich gerne hätte, zeige ich der ganzen Welt. Klingt schizophren, da ja beide Listen tiefe Rückschlüsse über meine Persönlichkeit zulassen. Nein warte, stimmt gar nicht, mein A***-Wunschzettel wird ja familienfreundlich zensiert. Kann mir doch von Oma nicht „50 Shades of Grey“ wünschen… Oder doch?

Die stille Rache eines digital natives für die gefühlten zehntausend „Aber die Haptik des gedruckten Buches…“ findet sich an meiner Zimmerwand. Die Seiten mit den besten Illustrationen aus „Schlaf“ von Murakami. Herausgeschnitten mit einem profanen Cuttermesser.

Wie verlassen Bücher die Wohnung?

Bibliotheksbücher bringe ich (meistens rechtzeitig) in die Bibliothek zurück. Bücher, die ich in absehbarer Zeit nicht noch mal lesen will, packe ich in ein DHL-Paket, hack die ISBN in eine Liste auf momox.de und schick die Bücher ab, damit sie wieder weiterverkauft werden.
Bücher, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob ich sie loswerden will, verstauben in meinem Kleiderschrank, bis ich sie dann irgendwann mal an ein Charity-Projekt spende oder an Freunde verschenke/verkaufe. Digitale Bücher habe ich (bisher) noch nicht gelöscht, aber langsam ist mir mein shelf zu voll.

So, jetzt habe ich doch nichts über digital-analoge Bücherregale geschrieben, wer von der Idee noch nicht genug hat, dem sei der folgende Artikel empfohlen:

http://www.lead-digital.de/start/mobile/bookshelf_porn_2_0_und_das_leben_nach_billy_wie_e_books_das_wohnzimmer_veraendern

 

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