It’s Indie Bookday – Fischfang von Cornelia Jönsson

Alle Iron Buchblogger bloggen über Bücher die sie gut finden,
nur ich zerbrech mir meinen Kopf über Digitalisierung, Algorithmen und Geschäftsmodelle?

Heute nicht, heute gibts auch von mir eine Rezension:

Mein Lieblingsbuch von der Leipziger Buchmesse und mein Favorit zum Indie-Bookday heißt Fischfang von Cornelia Jönsson.

IMG_0628

Nachdem ihre bisherigen Bücher wie 111 Gründe offen zu Lieben oder die Spieler-Trilogie mich bisher nur aus dem Buchladen angelächelt habe, um dann von mir gnadenlos dort liegen gelassen zu werden, ist diese kleine Anthologie in meine Umhängetasche gekrabbelt und hat während der langen und beengten U-Bahn-Fahrten so lange gemaunzt bis ich sie aufgeschlagen habe.

Das Cover hat mir, wenn das Motiv den ein oder anderen Blick von verschämt wegschauenden Jugendlichen eingebracht, aber wat solls, No-Cover Literatur auf’m Kindle lesen kann jeder!

Wie versprochen bekam ich einen Blumenstrauß an Kurz-Geschichten über Liebes- und Beziehungsleben junger Großstädter, das ein oder andere Wiedererkennen bleibt nicht aus, doch es plätscherte nicht nur seicht daher, ab und zu hat der Kutter ordentlich Tiefgang, z.B. wenn die Autorin in der Geschichte „Jedes Herz ist eine revolutionäre Zelle“ den Themenkomplex Liebe und Terrorismus beleuchtet.

Die auf dem Klappentext angedrohten Nixen und Vampirinnen – spätestens hier merke ich, ich bin vll. nicht umbedingt die Verkörperung der Zielgruppe 🙂 –  kommen dann (*aufatmen*) erst in der zweiten Buchhälfte so richtig an die Oberfläche, für ein Buch aus der Post-Twilight-Ära genau die richtige Mischung aus realistischen Geschichten und fantastischen Einsprengseln.

Auf jeden Fall ein Buch, das im Bernhard-Schlink-Modus kniffligen Situationen herausgreift und mit Blick für’s Detail, gefühlvoll aber ohne zuviel Pathos erzählt. Für Kurzgeschichten-Fans heißt die Devise hier ganz klar:

Mehr davon!

♥ ♥ ♥ ♥ von 5

</wohlwollend, stellenweise begeistert>

Advertisements

3 Gedanken zu “It’s Indie Bookday – Fischfang von Cornelia Jönsson

  1. Wenn das nicht erst recht zum Geiste des Indiebookdays passt? Ein „über-nach-dem-E-Book“-Nachdenker rezensiert eine analoge Athologie. Noch dazu barbusig (das Buchcover, nicht der UBahnfahrende, nehme ich an) aus dem wunderprächtigen konkursbuch verlag! Schicke Grüße aus der größeren Nachbarschaft dieses Printhauses und hoffe auf weitere literarische Ausflüge (in öffentlichen Verkehrsmitteln oder anderen Gedankenbahnen)

    Buchstabenbunte Grüße
    von das A&O

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s