Apps zum Bücher verwalten

Als Arbeitssuchender hat man ja wunderbar viel Zeit. Zeit Dinge zu tun, die schon lange liegen geblieben sind.

z.B. mal alle seine Bücher erfassen und katalogisieren. Um sie dann im zweiten Schritt in eine Leser-Community (wie lovelybooks oder goodreads hochzuladen, sobald man seine Datenschutz-Bedenken über Bord geworfen hat). Oder einfach um im Smartphone zu speichern, welche Bücher man an welche Freunde verliehen hat (wenn man einen großen Freundeskreis hat) oder wo in den tausend Bücherregalen man das Buch zuletzt abgelegt hat (wenn man eine große Bibliothek hat)

Nach längerem Suchen habe ich zwei iOS-Apps gefunden mit denen man das wunderbar tun kann: Delicious Library und Scanolino. Ich bin immer noch hin und her gerissen welche ich für besser halte, daher kurz ein paar Infos zu beiden:

Scanolino

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klein und handlich: proprietär, iPhone-App, 6,99 EUR

Funktionen: Bücher einscannen, katalogisieren, Entleih-Funktion, CSV-Export für Goodreads/Lovelybooks etc.

Delicious Library

DL

mächtiges Tool: proprietär, Mac-App, 25 $

Funktionen: Bücher (und andere Medienprodukte) einscannen oder im Katalog suchen, katalogisieren, Empfehlungen, Wunschzettel verwalten, Preisinformationen und andere Charts, CSV-Export für Goodreads/Lovelybooks etc., Social Media Integration, iTunes Schnittstelle

Moment… Library Management, Wunschzettel verwalten… Das war doch das Feature weswegen ich immer noch bei A*** einkaufe? Yes ja… Goodbye schlechtes Gewissen. Die Möglichkeit endlich clean zu werden ist in greifbare Nähe gerückt 🙂

Update: So, Ocelot.de-Account angelegt (30 Sekunden)

2. Update: Die ersten 5 Suchanfragen gestartet, 1 Treffer… hmm… immerhin John Cage – Für die Vögel findet die Suchmaschine. Das ist noch ausbaufähig.

Aber immerhin, das große Ziel „Eine Welt ohne Amazon“ ist wieder einen Schritt näher gerückt. War ja letzte Woche auch Log.OS-Kick off. Mal lesen, was bei denen so passiert ist: http://log-os.info/wordpress/

3. Update: Alle Bücher aus dem Amazon-Account gelöscht. Open Source-Alternative zu Delicious Library heißt GCStar. Für die wenigen Nicht-Bücher-Artikel brauche ich noch eine Lösung…

 

Bücher und Wohnung im Zeitalter ihrer digitalen Verfügbarkeit

Auch dieser Artikel soll das smarte Bücherregal zum Thema haben. Als Vorarbeit möchte ich den Weg von Büchern durch meine Wohnung studieren.

Wie kommen Bücher in die Wohnung?

Entweder hole ich Bücher aus der Zentralbibliothek oder sie als Paket von A***. Selten leihe ich Sie mir von Freunden, finde Sie auf der Straße oder bekomme Sie geschenkt. Meine digitalen Bücher lade ich auf kobobooks.de direkt auf meinen Laptop. Die Bücher aus der Bibliothek landen auf einem Tisch an meinem Fenster, die Pakete von Amazon über einen Umweg in der Wohnung meiner Nachbarin meistens direkt im Regal oder bei den anderen Büchern auf dem Lesetisch.

Wo bewahre ich Bücher auf?

Alles was gerade gelesen wird: Auf dem Lesetisch. Zwei Stapel. Zu Lesen. Schon gelesen, zurückgeben.

Bücher, die ich im Moment wirklich aktiv lese, liegen in der Wohnung verstreut, meistens auf dem Bett oder auf der Couch. Bücher, die mir gehören, auf die ich gerade aber keine Leselust habe, liegen im Regal. Direkt neben meinem e-Reader.

Meine digitalen Bücher liegen ja alle in meinem Kobo-Account. Heruntergeladen hab ich einige davon, auf meinem Laptop (der immer durch die Wohnung wandert, oft auf meinem Bauch liegt), meinem Tablet (das liegt in der Nähe meiner Couch am Ladegerät), oder auf dem Reader (der liegt im Bücherregal).

Wo sehen andere Leute meine Bücher?

Wenn Sie in meine Wohnung kommen, dann überall. Allerdings sind einige Regale entweder so chaotisch oder nicht frei zugänglich, das sie nicht wirklich repräsentativ sind.

Ich hatte mal überlegt, lovelybooks-Account anzulegen, wo man alle meine Bücher sehen  kann.. bin ehrlich gesagt, dazu zu faul. Momentan überlege ich einen goodreads-Account anzulegen. Geht aber auch wieder nicht. Datenschutz-Bedenken.
Bedenken die ich verrückterweise bei meinem A***-Wunschzettel mit dem ich regelmäßig meiner Familie meine Buch-Weihnachtswünsche aufs Auge drücke vollkommen über Bord werfe.
Die Bücher, die ich besitze, sind mir so heilig, dass ich Sie verstecke, die Bücher die ich gerne hätte, zeige ich der ganzen Welt. Klingt schizophren, da ja beide Listen tiefe Rückschlüsse über meine Persönlichkeit zulassen. Nein warte, stimmt gar nicht, mein A***-Wunschzettel wird ja familienfreundlich zensiert. Kann mir doch von Oma nicht „50 Shades of Grey“ wünschen… Oder doch?

Die stille Rache eines digital natives für die gefühlten zehntausend „Aber die Haptik des gedruckten Buches…“ findet sich an meiner Zimmerwand. Die Seiten mit den besten Illustrationen aus „Schlaf“ von Murakami. Herausgeschnitten mit einem profanen Cuttermesser.

Wie verlassen Bücher die Wohnung?

Bibliotheksbücher bringe ich (meistens rechtzeitig) in die Bibliothek zurück. Bücher, die ich in absehbarer Zeit nicht noch mal lesen will, packe ich in ein DHL-Paket, hack die ISBN in eine Liste auf momox.de und schick die Bücher ab, damit sie wieder weiterverkauft werden.
Bücher, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob ich sie loswerden will, verstauben in meinem Kleiderschrank, bis ich sie dann irgendwann mal an ein Charity-Projekt spende oder an Freunde verschenke/verkaufe. Digitale Bücher habe ich (bisher) noch nicht gelöscht, aber langsam ist mir mein shelf zu voll.

So, jetzt habe ich doch nichts über digital-analoge Bücherregale geschrieben, wer von der Idee noch nicht genug hat, dem sei der folgende Artikel empfohlen:

http://www.lead-digital.de/start/mobile/bookshelf_porn_2_0_und_das_leben_nach_billy_wie_e_books_das_wohnzimmer_veraendern

 

Mein Weihnachtswunsch: Das virtuelle Bücherregal

Die Digitalisierung der Bücher, Bibliotheken und Buchhandlungen ist ja bereits ein gutes Stück vorangekommen, doch allein dem Bücherregal als Möbelstück (inkl. Nietzsche-Gesamtausgabe mit Goldschnitt) fehlt noch der digitale Funke.

Naja ganz so altbackenen ist das Bücherregal dann doch nicht, denn es hat es an einigen Stellen schon ins Netz geschafft. Allen voran über eine wunderbare Seite, die auf meinem Laptop schon mehr Klickzahlen hat als youporn, kinox.to oder taz:

Die Rede ist von bookshelfporn.com, der Masturbationshilfe für den stilbewussten Bookster.

Aber mal Spass bei Seite. Wie müsste für uns digital natives denn ein Gadget aussehen, das in unserem smart home, den inzwischen gänzlich digitalisierten Büchern wieder ein physische Präsenz gibt? Denn wir müssen leider zugeben: Nietzsche-Gesamtausgabe mit Goldschnitt in massiver Eiche schlägt selbst unser iPad Mini um Längen.

Handelt es sich bei unserem Bookshelf um ein 2 auf 2 Meter Printed Electronic oder eher um den kleinen rechteckigen Digitalen Bilderrahmen? Naja, „wischen“ sollte man schon können, schließlich soll das Regal ja nicht so statisch daherkommen wie unser altes Billy-Regal.

Und vor allem soll es mich ja repräsentieren, so wie das Matrix-Poster aus meinem Kinderzimmer. In unserem alten Bücherregal sah man immer nur Rücken, jetzt wollen wir Front Cover – als Slideshow.

Außerdem sollen unsere Freunde ja auch sehen, wie viel wir lesen, wenn Sie zu Besuch sind, dass wir für 100 Seiten nur 70 Minuten brauchen und das wir schon 8 Bücher diese Woche aufgeschlagen haben. Und da digitale Bücher ja von jetzt auf gleich kaufbar sind, wäre es doch cool, wenn man aus dem Bücherregal gleich einkaufen könnte. Und wenn es mir neue Bücher empfehlen könnte. Und die Bücher meiner Freunde anzeigen, dann kann ich mir die ausleihen. Das ich Bücher aus ihrem Regal genommen habe, schreib ich Ihnen dann über Facebook. Dann können wir gleich über das Buch sprechen. Oder vielleicht lese ich es gar nicht weil ich die Message bekomme: Lohnt eh nicht. Obwohl, das hätte mein Freund ja eh schon als digitale Notiz an das Buch hängen können. Und wenn Oma zu Besuch ist, dann zeigt mein Bücherregal selbstverständlich auch meinen Weihnachtswunschzettel (und filtert meine umfangreiche Sammlung an Erotik-Bildbänden raus, die es nur anzeigt, wenn meine Bettgefährten zu Besuch sind)

Auf dem zweiten Bildschirm zeigt mein Regal währenddessen meine neuesten Markierungen. Weil auf die Dauer nervt mich mein „Lebe deinen Traum“-Wandtattoo. Zu statisch. Aber jeden Tag neue Zitate aus den Büchern, die mir eh gerade im Kopf rumgehen, auf meiner Wand, das wäre cool. Und wenn ich mal gerade nichts lese, dann kann ich, das Ding ja als Twitter-Wall verwenden. Oder die Zitate meiner Freunde abbonieren.

Aber wie komm ich an so ein cooles Gerät? Ipad an die Wand nageln reicht net. Am besten schreib ich dafür ne kleine Webanwendung und kauf mir einen Apple iTV. Dann kompilier‘ ich mir das Ding mit PhoneGap und verticks nebenbei noch im App-Store. So ein iTV will ja schließlich auch bezahlt werden!

Smart Books Shelfs in a Smart Home (IFA 2012)

One big topic on IFA 2012 is the so called Smart Home.

Network of different electronic devices and sensors, which are are permanent or temporary in the home as a platform which provides assisting services to the user of the space

 

For reading the book shelf is the central device to organize everything. If you merge  digital and analog reading many different devices and möbel can be used and offer new solutions and services to the reader.

How ist the Status Quo?

What is a book shelf in the analog home:

  • A Place to Store your analog Books
  • An Object to represent your Personality and the Reading Life in your living space
  • A tool to order and Structure your Books and your Reading Life

How is this functionality applied on digital books?

  • The files are store on the reading device and/or your book shop account
  • Basic Fuctionality to bring structure in your reading live are implemented on your device and on your ebook shop account (e.g. amazon wishlist)
  • For Representation of your personality and reading life we mainly use Facebook and other social media, There is definitly a lack of physical Representation of your Reading Life in your living space.

How could a connection between print and digital books look like in a smart home?

Via RFID a smart bookshelf could track your printed reading objects (your digital reading are already known to your ereader) to bring information about digital and analog reading objects together in one database which would be the fundament for an smart tool to organize your reading life. The other way to get your analog books in the database is a barcode scanner on your smart phone.

The you use your Smart TV or other multitouch displays in the house for organization processes around your reading life (Shopping, Tagging, Wish Lists, Social Media Integration, Reading Statistics) Digital image frames can be used to display the covers of the books you read. If you have books with audio you can use your home entertainment system.

If analog Books enter certain spaces in the house they could be tagged automatically. For example if you put the books on the small table near your bed, they automaticall appear at the „Books I read at the moment“-list. If you want to get rid of analog books you could transfer the metadata from the database to your marketplace.